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Anspruch auf Versöhnung? Eine kritische Bestandsaufnahme kolonialer Aufarbeitung in Deutschland

14. Juli um 18:00 bis 19:30

Erst in jüngerer Zeit wird Deutschlands koloniale Vergangenheit öffentlich breit thematisiert. Das Eingeständnis, dass das Deutsche Kaiserreich in seiner Kolonie Deutsch-Südwestafrika einen Völkermord an den lokalen Bevölkerungsgruppen der Herero und Nama zu verantworten hatte, führte letztes Jahr zu einem „Versöhnungsabkommen“ mit der heutigen Regierung Namibias. Doch ähnlich wie andere Erinnerungsversuche an Deutschlands koloniale Geschichte zeigt dieses Ergebnis die Grenzen der Aufarbeitung der Vergangenheit und der Bearbeitung kolonialer Kontinuitäten. Weiterhin werden in den Begegnungen von Ansprüchen postkolonialer Staaten ungleiche Machtverhältnisse und eine Fortwirkung von Kolonialrassismus deutlich.

Der Vortrag thematisiert die kolonialen Hypotheken in der deutschen und globalen Gegenwart. Er plädiert für eine ernst gemeinte Dekolonisierung als Emanzipationsversuch von kolonialen und imperialen Weltbildern und einem neuen Versuch der Interaktionen mittels einer selbstkritischen kolonialen Spurensuche.

Henning Melber ist Professor an den südafrikanischen Universitäten von Pretoria und des Freistaats in Bloemfontein und Präsident der European Association of Development Research and Training Institutes (EADI). Er war Direktor der Namibian Economic Policy Research Unit in Windhoek, danach in Uppsala Forschungsdirektor des Nordischen Afrika-Instituts und Direktor der Dag Hammarskjöld Stiftung. Der gebürtige Schwabe zog 1967 nach Namibia und war ab 1974 Mitglied in der antikolonialen Befreiungsbewegung SWAPO (Südwestafrikanische Volksorganisation). 

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Stadtbücherei Augsburg

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