+++ Ein Jahr Hanau – Nichts passiert! +++

 

Am 19. Februar jährt sich das rechtsterroristische Attentat von Hanau zum ersten mal. Damals erschoss der Rechtsextremist und Verschwörungstheoretiker Tobias Rathjen neun Menschen in zwei Bars und später seine Mutter (Gabriele Rathjen) und sich selbst.


Ferhat Unvar, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Kaloyan Velkov, Vili Viorel Păun, Said Nesar Hashemi, Fatih Saraçoğlu


Der Täter veröffentlichte vorher Schriften und Videos in denen er sein rassistisches, islamfeindliches und antisemitisches Weltbild, sowie verschiedenste Verschwörungstheorien aufzeigte. Mittlerweile werden auch Polizei-Pannen bekannt. Es soll der Notruf einer Polizeistation über längere Zeit nicht erreichbar gewesen sein.

Das Attentat von Hanau reiht sich in eine Serie rechtsextremistischer Terroranschläge der jüngeren Geschichte. Im Juni 2019 wurde der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke von einem bekannten Neonazi ermordet. Nur wenige Monate später versuchte ein Rechtsextremist und Antisemit, am höchsten jüdischen Feiertag, eine Synagoge in Halle (Saale) zu stürmen. Obwohl der Attentäter in Halle an der schweren Eingangstür scheiterte, erschoss er dennoch zwei unbeteiligte Menschen.

Währenddessen wurden im vergangenen Jahr duzende rechte Chatgruppen bei Polizei und Bundeswehr öffentlich. Elite Soldat*innen und Polizist*innen die sich auf einen „Tag X“ vorbereiten und Anschläge auf Menschen mit Migrationshintergrund oder linker Gesinnung planen. Seit mehreren Jahren gibt es eine Serie rechtsmotivierter Brandanschläge in Berlin Neukölln, die mutmaßlich von Polizei und Staatsanwaltschaft bisher mindestens geduldet wurden. Mittlerweile wurde im sogenannten „Neukölln Komplex“ Verstrickungen von Polizist*innen und Staatsanwält*innen, zu den mutmaßlichen Tätern bekannt. Zuletzt ist eine Radikalisierung von Verschwörungsidiolog*innen und Reichsbürger*innen zu beobachten, deren Weltbild auch der Attentäter von Hanau teilte.

– Das Attentat von Hanau ist nun ein Jahr her, doch nichts ist passiert! –

Die neu gegründete Initiative „19Februar.Augsburg“, aus verschiedenen Gruppen und Einzelpersonen, hat deshalb nun zum Gedenken an die Opfer aufgerufen und eine Demonstration für den 19. Februar in Augsburg angemeldet. Unter dem Motto „Ein Jahr Hanau: Nichts passiert! Rechten Terror bekämpfen! Antifaschismus selbst organisieren!“, startet die Demo um 17 Uhr am Rathausplatz.

Demo-Aufruf: https://auxpunks.uber.space/event/ein-jahr-hanau-nichts-passiert/

Initiative: https://www.instagram.com/19februar.augsburg/

Wir rufen alle Menschen auf sich an der Demonstration zu beteiligen und ihre Trauer und Wut auf die Straße zu tragen!


Rechten Terror bekämpfen!

Antifaschismus selbst organisieren!

Alerta Antifascista!


 

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